Nachhaltigkeit bedeutet für uns mehr, als nur eine Photovoltaikanlage auf dem Dach zu installieren. Sie bedeutet, moderne Technik so intelligent einzusetzen, dass Energie genau dann zur Verfügung steht, wenn sie benötigt wird und zwar möglichst aus eigener Erzeugung.
Deshalb haben wir unsere Photovoltaikanlage an unserem Standort in der Koßmannstraße in den vergangenen Monaten weiter ausgebaut. Mit einer Gesamtleistung von rund 81 kWp erzeugen wir heute einen großen Teil unseres Energiebedarfs selbst und leisten gleichzeitig einen aktiven Beitrag zur Reduzierung unseres CO₂-Ausstoßes. Doch eine große PV-Anlage allein löst noch nicht alle Herausforderungen. Im Sommer produzieren wir deutlich mehr Energie, als wir unmittelbar verbrauchen können, während die Erträge im Winter naturgemäß geringer ausfallen. Aus diesem Grund haben wir unsere Anlage bewusst bis zur wirtschaftlich sinnvollen Maximalgröße erweitert, um auch in den ertragsschwächeren Monaten möglichst viel Eigenversorgung zu erreichen.
Ein Blick auf den Juli 2026 zeigt, welche Dimensionen das inzwischen angenommen hat: Unser Standort benötigte rund 7.300 kWh Strom, gleichzeitig erzeugte unsere Photovoltaikanlage etwa 12.900 kWh. Der überschüssige Strom wird jedoch nicht einfach verschenkt. Mit unserem Batteriespeicher von derzeit rund 45 kWh können wir einen großen Teil der tagsüber erzeugten Energie zwischenspeichern und so unsere Grundlast in den Abend- und Nachtstunden aus eigener Erzeugung decken.
Besonders spannend wird es bei unserer wachsenden E-Fahrzeugflotte. Unser Ziel ist nicht nur, das Büro mit selbst erzeugtem Strom zu versorgen, sondern auch möglichst alle Dienstfahrzeuge nachhaltig zu laden. Genau hier zeigt sich, dass Energiewende vor allem eine Software- und Steuerungsaufgabe ist.
Morgens, wenn unsere Mitarbeitenden ihre Fahrzeuge anschließen, ist der Strombedarf besonders hoch – gleichzeitig liefert die Sonne zu dieser Uhrzeit oft noch wenig Energie. Würden alle Fahrzeuge sofort mit voller Leistung laden, müsste unnötig Strom aus dem Netz bezogen werden.
Deshalb haben wir eine intelligente Ladelogik entwickelt. Sie berücksichtigt unter anderem die aktuelle PV-Erzeugung, den Ladezustand unseres Batteriespeichers, den Energiebedarf des Gebäudes sowie die Anforderungen der einzelnen Fahrzeuge. Steht viel Solarstrom zur Verfügung, wird die Ladeleistung automatisch erhöht. Sinkt die Erzeugung, wird sie entsprechend reduziert.
Natürlich darf dabei die Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeitenden nicht leiden. Einige Techniker starten bereits früh am Morgen zu ihren Kundenterminen und benötigen ihr Fahrzeug kurze Zeit später wieder. Für solche Fälle berücksichtigt unser Energiemanagement zusätzlich den jeweiligen Einsatzzweck und priorisiert Fahrzeuge, die kurzfristig ausreichend geladen sein müssen. Gleichzeitig sorgt eine Schlechtwetterstrategie dafür, dass Fahrzeuge auch an sonnenarmen Tagen zuverlässig geladen werden und jederzeit einsatzbereit bleiben.
Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, dass nachhaltige Energieversorgung heute weit mehr ist als Photovoltaik und Batteriespeicher. Erst das intelligente Zusammenspiel aus Erzeugung, Speicherung, Verbrauch und Software macht eine hohe Eigenversorgung überhaupt möglich.
Wir sehen dieses Projekt nicht als Abschluss, sondern als weiteren Schritt auf unserem Weg zu einem nachhaltigeren und technologisch modernen Unternehmensstandort. Zusätzlich beitreiben wir noch auf angemieteten Dachflächen Solaranlagen, sodass wir in Summe viel mehr Energie selbst erzeugen als wir mit allen Verbrauchern inkl. Heizung, Diesel Fahrzeuge und Rechenzentrum verbrauchen.





