Sicherheitsrisiko bei drahtlosen Tastaturen und Mäusen?

Drahtlose Tastaturen und Mäuse sind aus dem Arbeitsalltag kaum noch wegzudenken. Sie sind praktisch, flexibel und schaffen Ordnung am Arbeitsplatz. Was viele unterschätzen: Je nach Technik und Gerätemodell können sie auch ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Bereits vor einigen Jahren sorgte die Schwachstelle MouseJack für Aufsehen. Sicherheitsforscher zeigten, dass bestimmte kabellose Eingabegeräte über Funk angreifbar sind. In manchen Fällen konnten Angreifer Eingaben mitlesen oder sogar eigene Befehle auf einem Rechner ausführen. Das Risiko ist also real — vor allem bei älteren oder schlecht abgesicherten Geräten.

Wie funktionieren drahtlose Eingabegeräte?

Kabellose Tastaturen und Mäuse arbeiten meist mit einer von zwei Technologien:

2,4-GHz-Funk mit USB-Dongle
Hier verbindet ein kleiner Empfänger das Gerät mit dem PC. Die Sicherheit hängt stark davon ab, ob die Kommunikation verschlüsselt und authentifiziert ist.

Bluetooth
Bluetooth bringt grundsätzlich Sicherheitsmechanismen für Pairing, Authentifizierung und Verschlüsselung mit. Wirklich sicher ist die Verbindung aber nur dann, wenn das Gerät moderne Schutzmechanismen korrekt unterstützt und nutzt.

Welche Risiken bestehen?

Besonders bei älteren 2,4-GHz-Geräten mit proprietären Funkprotokollen kann es zu Schwachstellen kommen. Möglich sind unter anderem:

  • Mitschneiden von Eingaben, wenn Daten unverschlüsselt übertragen werden
  • Einschleusen eigener Befehle, etwa zum Starten von Programmen oder Schadsoftware
  • Missbrauch in Funkreichweite, beispielsweise in Großraumbüros oder öffentlich zugänglichen Bereichen

Nicht jedes Gerät ist gleich riskant

Die gute Nachricht: Nicht jedes drahtlose Eingabegerät ist automatisch unsicher. Viele bekannte Hersteller haben auf veröffentlichte Schwachstellen reagiert und Updates bereitgestellt. Kritisch sind vor allem:

  • ältere Geräte ohne Sicherheitsupdates
  • No-Name-Modelle mit unklaren technischen Angaben
  • besonders günstige Importgeräte ohne dokumentierte Verschlüsselung
  • dauerhaft eingesteckte, ungenutzte USB-Empfänger

Unsere Empfehlung

Wer sensible Daten verarbeitet, sollte bei Tastatur und Maus keine Kompromisse eingehen.

Darauf sollten Sie achten:

  • nur Geräte mit dokumentierter Verschlüsselung einsetzen
  • Firmware und Herstellersoftware aktuell halten
  • veraltete Funktechnik konsequent austauschen
  • ungenutzte USB-Dongles entfernen
  • Mitarbeitende für solche Risiken sensibilisieren
  • bei kritischen Systemen lieber kabelgebundene Geräte nutzen

Fazit

Drahtlose Eingabegeräte sind komfortabel, aber nicht automatisch sicher. Vor allem ältere oder schlecht abgesicherte Modelle können eine Schwachstelle darstellen. Für Unternehmen lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die eingesetzte Hardware.

Die sicherste Wahl für besonders sensible Arbeitsplätze bleibt weiterhin: kabelgebunden.

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